Szenario: Automatischer (A) und manueller (B) E-Mail-Versand direkt an beliebige Empfänger

Allgemeines
Sendet ein ENYDRA-Programm eine verschlüsselte E-Mail mit vertraulichem Inhalt automatisch (A) oder manuell (B) direkt an die Empfänger, erhalten diese die Sendung über ihr gewohntes E-Mail-Programm, beispielsweise Microsoft Outlook. Die Empfänger speichern die verschlüsselten Anlagen und entschlüsseln diese zu einem beliebigen Zeitpunkt. Dazu müssen die Empfänger Zugriff auf ein ENYDRA-Programm haben und Sie müssen die vom Versender der Nachricht für die Verschlüsselung verwendete Schlüsseleinstellung (Private-Key-Setting) kennen. Diese wird ihnen vom Versender jeweils mitgeteilt oder sie ist ihnen bereits bekannt. Eine effiziente Methode besteht darin, Schlüsseleinstellungen im Voraus festzulegen und diese den am verschlüsselten E-Mail-Verkehr teilnehmenden Vertrauenspersonen bekanntzugeben. Werden den Einstellungen einfache Bezeichnungen wie Namen oder Gegenstände zugewiesen (etwa "Monte Rosa", "Elvira", usw.), kann man diese Private-Key-Settings ganz unverdächtig übermitteln. Fixiert man eine bestimmte Einstellungen im Voraus gleich für einen bestimmten Zeitraum, entfällt die Übermittlung bei jeder Sendung überhaupt.
Hinweis: Sind bei einer direkt an einen Empfänger versandten E-Mail Betreffzeile und Nachricht verschlüsselt, verpackt das sendende ENYDRA-Programm Betreffzeile und Nachricht automatisch in eine verschlüsselte Anlagedatei, die vom Empfänger zusammen mit den anderen Anlagen gespeichert und als Datei entschlüsselt werden kann.

Vertraulichkeit der Verbindung
Der manuelle oder automatische direkte Versand einer verschlüsselten E-Mail gewährt absoluten Punkt-zu-Punkt-Schutz zwischen Sender und Empfänger. Ausschliesslich die beiden ENYDRA-Programme an den Endpunkten sind in die Verschlüsselung involviert. Alle anderen - auf dem Weg durch das Netz - beteiligten Komponenten (Server, Router) besorgen ausschliesslich den Transport der Sendung.



Automatischer direkter E-Mail-Versand ( A )

  1. Ein XML-Verarbeitungsauftrag enthält E-Mail-Anweisungen für neu erzeugte oder existierende MS-Word Dokumente oder beliebige andere Dateien.
  2. Im Verlauf der Verarbeitung löst das Programm den automatischen E-Mail-Versand aus. Der interne Postausgangs-Client erzeugt die E-Mails, verschlüsselt diese gemäss den im Auftrag festgelegten Anweisungen vollständig oder teilweise (selektive Verschlüsselung) und versendet sie direkt an die im Auftrag definierten Empfänger. Zum Verschlüsseln wird die im absendenden Programm aktuelle Schlüsseleinstellung (Private-Key-Setting) verwendet.
  3. Die Empfänger holen die E-Mails mit ihrem gewohnten E-Mail-Programm ab.
  4. Zum Entschlüsseln müssen die Empfänger Zugriff auf ein ENYDRA-Programm haben.
  5. Dazu dient die Interaktiv-Funktion "... Dateien verschlüsseln/entschlüsseln... ". Der Benutzer wählt den Ordner, in dem sich die aus der E-Mail abgespeicherten Dateien befinden und markiert die zu entschlüsselnden Dateien.
  6. Falls nicht bereits eingestellt, ist noch die vereinbarte Schlüsseleinstellung vorzunehmen. Die dazu nötige Funktion lässt sich direkt aus dem Dialog heraus öffnen. Dieser Schritt entfällt, wenn innerhalb eines Unternehmens oder eines Bereichs mit einer Standardeinstellung gearbeitet wird.
  7. Ein Klick auf "Markierte Dateien entschlüsseln" startet den Entschlüsselungsvorgang.
  8. Ein Klick auf "Angezeigten Ordner im Explorer öffnen" öffnet automatisch den im Dialog angezeigten Ordner auch im Windows-Explorer, worauf je nach Dateityp mit einem Doppelklick auf den Namen einer entschlüsselten Datei das zugeordnete Anzeigeprogramm (Microsoft Word, Texteditor,...) die Datei sofort anzeigt.

Manueller direkter E-Mail-Versand ( B )

  1. Dazu dient in ENYDRA die Interaktiv-Funktion "E-Mail versenden".
  2. Der Benutzer schreibt Betreffzeile und Nachricht, legt die Empfänger fest und wählt allfällige Anlagen.
  3. Ist die E-Mail zu verschlüsseln, wählt der Benutzer die Verschlüsselungsoptionen: Nur Betreffzeile + Nachricht, nur alle Anlagen oder die gesamte Sendung (selektive Verschlüsselung).
  4. Dann wird die mit den Empfängern vereinbarte Schlüsseleinstellung (Private-Key-Setting) vorgenommen. Die dazu nötige Funktion lässt sich direkt aus dem Dialog heraus öffnen. Dieser Schritt entfällt, wenn innerhalb eines Unternehmens oder eines Bereichs mit einer Standardeinstellung gearbeitet wird.
  5. Abschliessend löst der Benutzer den Versand aus.
  6. Der interne Postausgangs-Client generiert die verschlüsselte E-Mail und versendet sie direkt an die Empfänger.
  7. Die Empfänger holen die E-Mails mit ihrem gewohnten E-Mail-Programm ab.
  8. Zum Entschlüsseln müssen die Empfänger Zugriff auf ein ENYDRA-Programm haben.
  9. Das weitere Vorgehen ist gleich wie im vorhergehenden Absatz "Automatischer direkter E-Mail-Versand ( A )" in den Schritten 5. bis 8. beschrieben.

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